Donnerstag, 10. Dezember 2009

Ai WeiWei und Twitter

Um die Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung öffentlich zu machen, forderte Ai Weiwei Chinesen dazu auf, Twitter als Instrument einzusetzen. "Wir müssen schon bei den kleinsten Vergehen reagieren", sagte Ai Weiwei. Er selbst wolle den Menschen mit seiner Aktion zeigen, dass sie ihre Rechte ebenso ausüben können.




Vor einigen Wochen wurde Ai Weiwei im Münchner Klinikum Großhadern einer Notoperation unterzogen. Bilder seiner Behandlung hatte er über die Internet-Plattform Twitter verbreitet, um so seinen Protest gegen die chinesische Regierung zum Ausdruck zu bringen. Der Bluterguss in seinem Kopf sei eine direkte Folge von Schlägen gewesen, die ihm unbekannte Sicherheitsleute zugefügt hätten, sagte Ai Weiwei. Vermutlich hätten die Täter der Polizei oder der Staatssicherheit in der Provinz Sichuan angehört.

ai weiwei dazu: “meine einzige waffe ist mein handy. die kamera in meinem telefon. damit mache ich die fotos und sende sie raus ins netz. das ist eine unvorstellbare macht. die machthaber haben sicher nicht damit gerechnet, dass das so mächtig sein kann. und wenn sie es gewusst hätten, dann hätten sie es nie zugelassen.” (ai weiwei in einem interview mit ania mauruschat, bayern2)

Wer sich in München aufhält sollte die Chance bis zum 17.Januar nutzen, die Ausstellung "so sorry" im Haus der Kunst zu sehen! Bilder dazu auf Flickr

Keine Kommentare:

Kommentar posten